veröffentlicht am 02.10.2026
Als die ADAC Wohnmobilvermietung 2006 an den Start ging, war Caravaning längst kein Nischenthema mehr. Die Branche war jedoch deutlich kleiner, weniger digital und von klassischen Vertriebsstrukturen geprägt. Was mit einer exklusiven Kooperation begann, entwickelte sich in den folgenden zwei Jahrzehnten zu einem bundesweiten Netzwerk aus Vermietpartnern, digitalen Lösungen und Serviceangeboten. Der Weg dorthin verlief nicht immer geradlinig und spiegelt zugleich die Entwicklung eines Marktes wider, der sich in den vergangenen 20 Jahren grundlegend verändert hat.
- Aus einer Kooperation entwickelte sich ein bundesweites Netzwerk für die Vermietung von Wohnmobilen und Wohnwagen.
- Immer wieder mussten Strukturen angepasst, Prozesse neu gedacht und neue Wege eingeschlagen werden.
- Viele Entwicklungen entstanden schrittweise und häufig unter Rahmenbedingungen, die alles andere als selbstverständlich waren.
Der Blick zurück zeigt, wie eng die Entwicklung der ADAC Wohnmobilvermietung mit den Veränderungen der gesamten Branche verbunden ist. Gleichzeitig erzählt er von den Menschen, die das Angebot über Jahre hinweg geprägt haben und dabei stets das Ziel verfolgten, ADAC Mitgliedern und Kunden ein verlässliches Vermietangebot bereitzustellen.
Die Anfänge eines neuen Geschäftsfelds
Die Gründung der ADAC Wohnmobilvermietung erfolgte 2006 unter der Leitung von Franz Frank. Grundlage des Angebots war eine exklusive Kooperation mit der Knaus Tabbert Group. Die Vermietstationen wurden damals sowohl von selbstständigen Partnerbetrieben als auch von Händlern des Herstellers betrieben.
Die Voraussetzungen für den Start waren vielversprechend. Das Interesse am Caravaning wuchs und mit ihm die Nachfrage nach Mietfahrzeugen. Gleichzeitig entstand innerhalb des ADAC ein neues Geschäftsfeld, das sich auf einem dynamischen und wachsenden Markt etablieren sollte.
Doch die Aufbruchsstimmung erhielt schon bald einen Dämpfer. Wirtschaftliche Schwierigkeiten wichtiger Akteure im Markt führten dazu, dass Kooperationen, Vertriebsstrukturen und Perspektiven neu bewertet werden mussten. Für das noch junge Geschäftsfeld wurde Anpassungsfähigkeit damit früh zu einer wichtigen Voraussetzung für den weiteren Erfolg.
Vom Vermietangebot zum Partner-Netzwerk und Online-Plattform
2010 ersetzte die ADAC Wohnmobilvermietung das bisherige Agenturmodell durch ein Franchisemodell. Damit änderte sich der Ansatz, mit dem das Stationsnetz weiterentwickelt wurde. Statt sich auf bestehende Hersteller- und Partnerstrukturen zu stützen, wurden Wohnmobilhändler verschiedener Marken gezielt als ADAC Wohnmobil-Mietstationen aufgebaut und in das Netzwerk integriert.
2012 ergänzte die ADAC Wohnmobilvermietung ihr Angebot erstmals um Wohnwagen und deckte damit einen weiteren Bereich des Caravaning-Marktes ab.
Parallel dazu verlagerte sich die Fahrzeugsuche zunehmend ins Internet. Mit einer für Smartphones und Tablets optimierten Buchungsstrecke schuf die ADAC Wohnmobilvermietung 2016 die Voraussetzungen für eine zeitgemäße Online-Buchung.
Mit der Übernahme eines eigenen IT-Dienstleisters durch die ADAC Autovermietung rückte die technologische Entwicklung stärker in den eigenen Einflussbereich. Daraus entstand WoMoX, eine Vermietsoftware, die es den Partnerstationen ermöglicht, Fahrzeuge, Buchungen und zentrale Prozesse auf einer gemeinsamen Plattform zu verwalten. Neue Anforderungen aus dem Vermietalltag können dadurch unmittelbar berücksichtigt werden.
„Wir arbeiten jeden Tag daran, dass wir unsere Kunden und Mitglieder mit den besten Wohnmobilvermietern in Deutschland zusammenbringen. Die Partnerunternehmen bringen die besten Fahrzeuge zu fairen Preisen und der ADAC die Technologie, das Marketing und sein Expertenwissen, um unsere Mieter optimal zu versorgen.“
Herrn Stefan Heß, Senior Manager Franchising
Wachstum, Rekorde und neue Perspektiven
Ab 2020 veränderte die Pandemie das Reiseverhalten vieler Menschen grundlegend. Wohnmobile und Wohnwagen rückten für zahlreiche Urlauber stärker in den Fokus als je zuvor. Die Nachfrage erreichte neue Höchststände und bescherte der Caravaning-Branche außergewöhnliche Wachstumsjahre.
Auch die ADAC Wohnmobilvermietung verzeichnete in dieser Phase Rekordwerte. 2023 umfasste das Netzwerk 95 Wohnmobil-Stationen mit rund 2.300 Fahrzeugen sowie 40 Wohnwagen-Stationen mit rund 380 Wohnwagen.
Die starke Nachfrage hielt jedoch nicht dauerhaft an. Reisegewohnheiten verschoben sich erneut, die wirtschaftliche Lage wurde anspruchsvoller und zahlreiche Anbieter sahen sich mit sinkender Nachfrage konfrontiert. Erneut zeigte sich, wie schnell sich die Rahmenbedingungen in der Caravaning-Branche ändern können.
Für die ADAC Wohnmobilvermietung standen auch in dieser Phase nicht kurzfristige Marktentwicklungen im Vordergrund, sondern die kontinuierliche Verbesserung des Angebots. Die enge Zusammenarbeit mit den Vermietpartnern, ein hoher Qualitätsanspruch sowie verlässliche Standards für Mitglieder und Kunden bildeten weiterhin das Fundament des Geschäfts.
Zusätzliche Impulse kamen durch die Kooperation mit TUI Camper, die die internationale Präsenz weiter stärkte und neue Vertriebswege erschloss.
Entscheidend ist die Fähigkeit, auf neue Entwicklungen zu reagieren, Qualität dauerhaft sicherzustellen und gemeinsam mit den Partnern die nächsten Schritte zu gehen, um den Erwartungen von ADAC Mitgliedern und Kunden auch künftig gerecht zu werden.
Die nächsten Kilometer mit Blick nach vorn
Aus einer Kooperation wurde ein Netzwerk. Aus der Vermittlung von Fahrzeugen entstand eine Plattform für Vermietpartner und Kunden. Und aus vielen einzelnen Entscheidungen entwickelte sich ein Geschäftsfeld, das seit zwei Jahrzehnten seinen Platz im Markt behauptet.
Wie die nächsten Jahre aussehen werden, lässt sich nicht vorhersagen. Sicher ist nur, dass die ADAC Wohnmobilvermietung auch künftig das bleiben wird, was sie seit ihrer Gründung war: immer in Bewegung.

